Unser Camino

Unser Camino

Der Camino bringt mir Klarheit

Auf dem Camino suchte ich auch nach einer Antwort auf die Frage, wie ich meine berufliche Zukunft gestalten soll. Mit jedem zurückgelegten Kilometer wurde mein innerer Kompass genauer: Ich möchte mich primär dem Schreiben widmen und die Vortragstätigkeit zunehmend in den Hintergrund treten lassen. Die unvorhersehbaren Krampfanfälle erschweren mir die langfristige Planung, aber das Schreiben schenkt mir eine unabhängige Konstante. Die heutige Information meines Verlags, über 500 verkaufte Bücher seit April dieses Jahres, hat mich zutiefst berührt und ist eine enorme Bestätigung – ein klares „Ja“ für meinen eingeschlagenen Weg.

Tag 12 & 13 Baiona – Vigo per Bus, ein Tag Vigo Fußpflege und Tattoos

Der Camino de Santiago besteht nicht nur aus Gehen. Manchmal muss man auch innehalten, stehen bleiben, sich umschauen, sich erholen und ausruhen. Konrads Fuß wurde noch in Baiona medizinisch versorgt, dann ging es mit dem Bus nach Vigo, wo wir einen zusätzlichen Tag verbrachten, um den Heilungsprozess nicht zu stören. Tom ließ sich zwei Tattoos stechen und wir besuchten Cangas auf der anderen Seite der Ria.

A Guarda – O Porto de Mougás

Konrad trägt Sandalen, wir treffen Nancy noch in A Guarda und gehen bis O Porto do Mougás auf einem sehr abwechslungsreichen Weg. Mittagspause machen wir in Oma, wo gerade eine Hochzeit stattfindet. Am Ziel erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und essen eine Tortilla.

Gesamtstrecke: 21.11 km

Camino Espiritual

Der Camino Espiritual gilt als eine der eindrucksvollsten Varianten des portugiesischen Jakobswegs. Er führt durch eine ruhige, fast mystische Landschaft und schenkt Wandernden das Gefühl, auf einer Reise zu sein, die Körper, Geist und Herz gleichermaßen berührt. Wer sich auf diesen Abschnitt einlässt, erlebt nicht nur Natur und Kultur, sondern oft auch eine stille innere Bewegung, die lange nachklingt.

Der Weg beginnt in Pontevedra und führt zunächst durch charmante Gassen und über alte Steinplatten, bevor er die Pilgernden in eine Welt aus Wasserläufen, Klöstern und Wäldern begleitet. Das Kloster von Poio wirkt wie ein Ort, der Zeit und Lärm vergessen hat. Die Atmosphäre lädt dazu ein, kurz innezuhalten und die Stille nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem eigenen Inneren wahrzunehmen.

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