Auf dem Camino suchte ich auch nach einer Antwort auf die Frage, wie ich meine berufliche Zukunft gestalten soll. Mit jedem zurückgelegten Kilometer wurde mein innerer Kompass genauer: Ich möchte mich primär dem Schreiben widmen und die Vortragstätigkeit zunehmend in den Hintergrund treten lassen. Die unvorhersehbaren Krampfanfälle erschweren mir die langfristige Planung, aber das Schreiben schenkt mir eine unabhängige Konstante. Die heutige Information meines Verlags, über 500 verkaufte Bücher seit April dieses Jahres, hat mich zutiefst berührt und ist eine enorme Bestätigung – ein klares „Ja“ für meinen eingeschlagenen Weg.
Tag 15 Cesantes – Pontevedra Camino Complementario
Vor Pontevedra sind wir den Camino Complementario gegangen und das war sehr schön. Der Pfad schlängelt sich entlang des Rio Tomeza durch die wunderschöne Aulandschaft und stößt kurz vor Pontevedra wieder auf den Hauptweg.
Tag 12 & 13 Baiona – Vigo per Bus, ein Tag Vigo Fußpflege und Tattoos
Der Camino de Santiago besteht nicht nur aus Gehen. Manchmal muss man auch innehalten, stehen bleiben, sich umschauen, sich erholen und ausruhen. Konrads Fuß wurde noch in Baiona medizinisch versorgt, dann ging es mit dem Bus nach Vigo, wo wir einen zusätzlichen Tag verbrachten, um den Heilungsprozess nicht zu stören. Tom ließ sich zwei Tattoos stechen und wir besuchten Cangas auf der anderen Seite der Ria.
Camino für immer bei mir…
Die außergewöhnlichen Erfahrungen dieser Reise gehen sprichwörtlich unter die Haut!



Tag 11 O Porto do Mougás – Baiona
Nächste Etappe, Tag 11 unseres Caminos: Von O Porto do Mougas nach Baiona. Begegnung mit dem Künster Xavi.
Der Weg hält inne
Heute hat der Camino für uns eine Pause eingelegt. Nicht, weil wir es wollten, sondern weil der Körper ein deutliches Zeichen gesetzt hat. Konrads Füße, die ihn so viele Kilometer getragen haben, sind wund, erschöpft und verletzt. Jeder Schritt würde nun mehr zerstören als voranbringen.

A Guarda – O Porto de Mougás
Konrad trägt Sandalen, wir treffen Nancy noch in A Guarda und gehen bis O Porto do Mougás auf einem sehr abwechslungsreichen Weg. Mittagspause machen wir in Oma, wo gerade eine Hochzeit stattfindet. Am Ziel erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und essen eine Tortilla.
The Camino provides – der Weg sorgt
Es gibt diesen Satz, den man immer wieder hört, wenn man auf dem Jakobsweg unterwegs ist: „The Camino provides.“ Zuerst klingt er fast wie ein Pilger:innen-Sprichwort, eine Art Glaubensbekenntnis, das von Hütte zu Hütte weitergegeben wird. Doch wer länger unterwegs ist, spürt, dass mehr dahintersteckt.
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Der Camino Espiritual gilt als eine der eindrucksvollsten Varianten des portugiesischen Jakobswegs. Er führt durch eine ruhige, fast mystische Landschaft und schenkt Wandernden das Gefühl, auf einer Reise zu sein, die Körper, Geist und Herz gleichermaßen berührt. Wer sich auf diesen Abschnitt einlässt, erlebt nicht nur Natur und Kultur, sondern oft auch eine stille innere Bewegung, die lange nachklingt.
Der Weg beginnt in Pontevedra und führt zunächst durch charmante Gassen und über alte Steinplatten, bevor er die Pilgernden in eine Welt aus Wasserläufen, Klöstern und Wäldern begleitet. Das Kloster von Poio wirkt wie ein Ort, der Zeit und Lärm vergessen hat. Die Atmosphäre lädt dazu ein, kurz innezuhalten und die Stille nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem eigenen Inneren wahrzunehmen.
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