
Eigentlich sollte es ein gemütlicher Ruhetag werden. So mit Füße hochlegen, vielleicht ein kleines Eis schlecken und der Sonne beim Glitzern zusehen. Doch wie das Leben so spielt – oder besser gesagt, wie wir so sind – wurde aus der geplanten Pause kurzerhand ein weiterer aktiver Wandertag. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Unsere Route führte uns südlich der Mur entlang. Ziel: der bekannte Radlertreff „Auszeit“. Doch statt einer Pause kam die nächste Entscheidung – wir überquerten beherzt die Straße und kehrten im gegenüberliegenden Lokal „Steckerlfisch & Friends“ ein. Fischfreunde aufgepasst: Konrad stürzte sich mutig auf einen gemischten Fischteller, während ich mich mit vollem Elan den gegrillten Calamari widmete. Und was soll ich sagen? Geschmacklich ein Volltreffer!
Kleines Fischchen, große Wirkung
Doch der eigentliche Höhepunkt kam erst danach. Als wir satt, zufrieden und leicht sonnenverbrannt um die Rechnung baten, folgte die Erkenntnis des Tages: Nicht mehr genug Bargeld eingesteckt, und keine Kartenzahlung möglich. Überraschung! Also hieß es: Taschen sortieren, Routen neu planen und ab nach Feldkirchen – zu Fuß, versteht sich. Der Bankomat wartete und mit ihm ein einstündiger Umweg, der uns noch ein paar Bonus-Schritte auf die Fitnesstracker zauberte. Wir danken den sympathischen Wirtsleuten auch an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich für das erwiesene Vertrauen!
Die nackten Zahlen
- Zurückgelegte Strecke: 20,15 km
- Gezählte Schritte: 22.983
- Kalorienverbrauch: vermutlich irgendwo zwischen „ein Fisch ist wieder weg“ und „der Körper denkt, wir fliehen vor etwas“
Und damit ist auch ein neuer persönlicher Rekord gefallen – nach fünf Tagen am Stück mit Wanderschuhen an den Füßen und Schweiß auf der Stirn. Die Euphorie mischt sich langsam mit der Erkenntnis: Unsere Füße haben Namen, Charakter – und Blasen.
